Neue Dramatik | Österreich
ELISABETH
von MAREIKE FALLWICKL
empfohlen ab 14 Jahren
REGIE
Sophia Aurich
BÜHNE
Katharina Cibulka
Premiere: 13. Mai 2027, Saal
Spieltermine: bis 30. Juni 2027
buchbar ab 4. März 2027
Aufführungsrechte beim Rowohl Theater Verlag, Hamburg
Titelfoto: © Schauspielhaus Salzburg
Elisabeth. Eine Ikone betritt die Bühne: Kaiserin, Mythos, Schönheitsideal, Mutter, Projektionsfläche. Elisabeth von Österreich-Ungarn, besser bekannt als Sisi, ist längst zur Legende geworden. Sie ist das Aushängeschild Österreichs, ihr Gesicht ziert unzählige Souvenirs und Süßigkeiten. Seit über 100 Jahren tot, spricht sie in ELISABETH nun selbst. Und sie hat genug von Kitsch, Verklärung und ewiger Wiederholung.
Mit scharfem Blick und großer Wucht nimmt sie ihr eigenes Leben auseinander: die Rolle, in die sie gedrängt wurde, die Erwartungen, die sie erfüllt – und zugleich unterlaufen – hat, und die Bilder, die bis heute von ihr fortgeschrieben werden. Zwischen Geschichte und Gegenwart sowie Querverbindungen zu anderen historischen und gegenwärtigen Frauenfiguren entsteht ein eindringliches Stück über Fremdzuschreibungen, Selbstbilder und die Frage, wem Geschichte eigentlich gehört und von wem sie geschrieben wird. Mareike Fallwickl entwirft eine kluge, wütende und zugleich überraschend zugängliche Neubefragung einer der bekanntesten Frauenfiguren Europas.
Die Salzburger Autorin Mareike Fallwickl zählt zu den markantesten feministischen Stimmen der Gegenwart. In ihren Romanen und Theatertexten verhandelt sie mit Klarheit und Wucht Fragen von Geschlechterrollen, Körperbildern und gesellschaftlicher Macht.
Regie bei ELISABETH führt Sophia Aurich, künstlerische Co-Leiterin des Schauspielhaus Salzburg, die für ihre präzisen, gegenwartsnahen Inszenierungen bekannt ist, in denen sie literarische Stoffe scharf zuspitzt und mit großer Sensibilität für Sprache und Rhythmus umsetzt. Für die Bühne zeichnet die feministische Künstlerin Katharina Cibulka verantwortlich, deren Arbeiten sich mit Identität, Blickregimen und weiblicher Selbstermächtigung auseinandersetzen und dem Abend eine eigenständige visuelle Kraft verleihen.