THEATERSERIE
Für alle, die einmal ein anderes Theaterformat erfahren wollen, in Kürze und Würze und mit gleichzeitigem Tiefgang. Der Begegnungsraum Salon Populaire ist geöffnet für ganz Salzburg und die uns umtreibenden Themen unserer Zeit!
In regelmäßigen Abständen zeigen wir eine fortlaufende Theaterserie, die über die Spielzeit hinweg in zwei Staffeln mit jeweils 3-4 Folgen stattfindet.
Hier werden ongoing Geschichten verschiedener Charaktere à la Sitcom mit jeweils neuen Thematiken und Denkanstößen live auf der Bühne ausgestrahlt.
In der ersten Staffel erwartet euch eine Gruppe von Menschen in einer Bar, die dort Stammgast, Kellnerin, Barbesitzerin, gelegentlicher Gast oder ganz neu sind.
Alle haben ihre Verbindungen, Geschichten, Themen miteinander oder auch ihre ganz eigenen. So kommen aktuelle, persönliche und sie umtreibende tagespolitische sowie gesellschaftliche Themen auf, die sie diskutieren und verhandeln. Dinge kommen ans Licht, es wird gestritten und geträumt. Hier ist der Raum geöffnet für alle guten und schlechten Nachrichten, politische und soziale Ambivalenzen, Emotionen und Weltschmerz. Eine schöne Mixtur aus Humor und Tiefe, Tagesaktualität und Zeitlosigkeit.
Zweite Staffel
Folge 2
LIEBER DEN SPERLING IN DER HAND…
10. Mai 2026 19:30 / 12. Mai 2026 20:00 – Salon Populaire
ca. 30 Minuten
Foto: © Valentina Schuster
Zweite Staffel / Folge 2:
LIEBER DEN SPERLING IN DER HAND…
10. Mai 2026 19:30 / 12. Mai 2026 20:00
Salon Populaire
ca. 30 min
Eine Bar – das „BLAUDIA“. Fünf verquere Gestalten in einer halben Baustelle. Die Zustände sind chaotisch: Emma, die neue Besitzerin, ist verschwunden. Claudia will deshalb ihre alte Bar doch verkaufen, um sich aus der Schuldenfalle zu befreien. Willi, der Stammornithologe, arbeitet an seinem Alkoholproblem. Und was macht man jetzt eigentlich mit dem kleinen Vögelchen, das dringend Hilfe braucht und irgendwie seinen Weg in die Bar gefunden hat? Gut, dass Hilfe von außen naht. Inspektor Gruber schreitet ein, um Licht ins Dunkle im Vermisstenfall Emma zu bringen – und hat alle Hände voll zu tun, die Lage in geordnete Bahnen zu lenken und zu entscheiden, welchem Problem hier überhaupt die oberste Aufmerksamkeit gebührt. Ein tragisch-verzerrtes Lustspiel über Mitgefühl unter Menschen- und Tierfreunden, das zunehmend ins Traumartige abgleitet.
Zweite Staffel / Folge 1:
REDEN WIR BITTE NICHT ÜBER POLITIK
26. März 2026, 20:00 Uhr / 27. März 2026, 20:00 Uhr
Salon Populaire
ca. 30 min
Ein Abend in einer Bar. Wie immer.
Freund:innen. Ein Tisch. Ein Spiel. Ein paar Gläser.
Nichts Besonderes. Nichts Großes.
Man kennt sich. Man mag sich. Man ist sich einig.
„Reden wir bitte nicht über Politik.“
Der Krieg ist weit weg. Sagt man.
Er läuft in Dauerschleife am Bildschirm über der Theke.
Er rauscht durch Push-Nachrichten.
Er sitzt vielleicht mit am Tisch.
„Man wird ja wohl noch sagen dürfen.“
„Ich meine das nicht so.“
„Ich sag das jetzt ganz neutral.“
Wer darf darüber sprechen? Wer muss? Und wer hätte es lieber leiser?
Wer ist betroffen? Wer nur solidarisch? Und wer hätte es lieber wieder gemütlich?
Zwischen Witz und Wunde, zwischen Halbwissen und Hilflosigkeit
entsteht ein Abend über das Sprechen selbst:
über Solidarität und Selbstschutz,
über Empörung und Erschöpfung,
über Nähe und Distanz.
Eine Folge über Gespräche, wie wir sie alle kennen: locker, witzig, klug – über das, was wir sagen und das, was wir lieber nicht hören wollen.
Erste Staffel / Folge 3:
WO DIE WILDEN BURSCHEN WOHNEN
28. Januar 2026, 20:00 Uhr / 1. Februar 2026, 19:30 Uhr
Salon Populaire
ca. 30 min
Eine Barbesitzerin und vier Burschenschafter betreten eine Kneipe. Klingt wie der Anfang eines Witzes. Oder eines Fiebertraums.Vielleicht einer Utopie.Zwischen Bierkrügen und Schlagworten, zwischen Hass und Liebe, Akzeptanz und Ausgrenzung entfaltet sich ein wilder, widersprüchlicher Raum: Kneipe, Bude, Paukboden. Ein Ort der Gegenwart, der unaufhörlich vom Schatten der Vergangenheit heimgesucht wird.Was bedeutet „Ehre, Freiheit, Vaterland“ heute? Wie weit tragen diese Worte und wo beginnen sie zu verletzen? Wo ziehen wir unsere Grenzen, und wo gehen wir mit? Der Blick richtet sich auf die Geschichte der Burschenschaften: auf ihre ursprünglich progressiven Ideale, auf ihre ideologischen Verschiebungen über die Jahrhunderte und auf ihre Abbiegen ins rechtsextreme Milieu. Und doch stehen Begriffe wie Treue, Loyalität und Zusammenhalt im Raum, Werte, die Halt geben können und zugleich missbraucht werden. Liegen im Ursprung dieser Worte Möglichkeiten, sie neu zu besetzen? Lässt sich aus dem, was war, etwas aneignen, um daraus eine andere Realität zu bauen? Vielleicht sogar eine Utopie.
Erste Staffel / Folge 2:
MUTTERTIER
5. Dezember 2025, 20:00 Uhr / 10. Dezember 2025, 20:00 Uhr
28. Januar 2026, 20:00 Uhr / 1. Februar 2026, 19:30 Uhr
Salon Populaire
ca. 25 min.
Fünf Menschen in einer Bar. Vier Töchter, ein Sohn, eine Mutter. Nur wenige Kilometer entfernt: das Landeskrankenhaus, vor dem bereits einige Demonstrationen gegen Schwangerschaftsabbrüche stattfanden. Nicht lang her: Der „Marsch fürs Leben“ – begleitet von „Pro-Choice“-Demonstrationen – und der „Safe-Abortion Day“.
Claudia, Emma, Olga, Peter und Lena geraten in eine Diskussion, die sich schnell nicht mehr ausschließlich um die Thematik der reproduktiven Rechte dreht: Was bedeutet (k)ein Kinderwunsch für die Rolle der Frau in der Gesellschaft? Wie werden meine Antworten auf diese Fragen durch Sozialisierung, persönliche Erfahrungen und kulturelle Verhältnisse geprägt? Und wie kann überhaupt eine Debatte um dieses Thema geführt werden?
Erste Staffel / Folge 1:
MEMENTO MORI IN ELSBETHEN
23. Oktober 2025, 20:00 Uhr / 24. Oktober, 20:00 Uhr
5. Dezember 2025, 20:00 Uhr / 10. Dezember, 20:00 Uhr
Salon Populaire
ca. 25 min
Vier Menschen in einer Bar. Die Barchefin Claudia, die Kellnerin Emma, der Stammgast Jens-Peter und Olga, die zum ersten Mal da ist. Ein Abend wie fast jeder andere bis das Thema auf die drei Nonnen Regina, Bernadette und Rita fällt, die aus ihrem Altenheim aus- und in ihr Kloster in Elsbethen eingebrochen sind. Eine gute Aktion? Oder purer Egoismus? Schnell entbrennt ein Streit, der sich nicht mehr nur um die Nonnen zu drehen scheint. Wie wollen wir selber altern und sterben? Braucht es neue Gesellschaftsmodelle, um mit einer alternden Bevölkerung umzugehen? Und was ist eigentlich mit der Selbstbestimmung?
Zweite Staffel / Folge 2 –
LIEBER DEN SPERLING IN DER HAND…
Regie: Victor Osterloh
Ausstattung: Simon Huber
Künstlerische Betreuung: Sophia Aurich
Spiel:
Fabian Cabak
Elisabeth Kanettis
Elisabeth Nelhiebel
Felicitas Reinbacher
Maximilian Montag
Zweite Staffel / Folge 1 –
REDEN WIR BITTE NICHT ÜBER POLITIK
Regie: Sophia Nimak
Ausstattung: Simon Huber
Künstlerische Betreuung: Sophia Aurich
Spiel:
Leonie Berner
Wolfgang Kandler
Karo Breschar
Felicitas Reinbacher
Viktoria Hovdar
Anhelina Marinich
Erste Staffel / Folge 3 –
WO DIE WILDEN BURSCHEN WOHNEN
Regie: Nina Vedova
Ausstattung: Simon Huber
Künstlerische Betreuung: Sophia Aurich
Spiel:
Elisabeth Nelhiebel
Lucas Riedle
Anna Hübner
Emma Rebmann
Lennart Lube
Erste Staffel / Folge 2 –
MUTTERTIER
Regie: Katalin Oliveras & Lilian Laeticia Haack
Ausstattung: Simon Huber
Künstlerische Betreuung: Sophia Aurich
Spiel:
Leonie Berner
Elisabeth Nelhiebel
Lucas Riedle
Angie Mastoraki
Karo Breschar
Erste Staffel / Folge 1 –
MEMENTO MORI IN ELSBETHEN
Regie: Henry Schlage
Ausstattung: Simon Huber
Künstlerische Betreuung: Sophia Aurich
Spiel:
Leonie Berner
Elisabeth Nelhiebel
Lucas Riedle
Angie Mastoraki
In Kooperation mit den Studiengängen „Regie“, „Szenografie“ und „Schauspiel“ der Universität Mozarteum.