Schauspielhaus Salzburg
UNGEDULD DES HERZENS
 

UNGEDULD DES HERZENS

Thomas Jonigk nach dem Roman von Stefan Zweig

 

Regie: Rudolf Frey
Premiere: Mi. 22. März 2017, Saal
Spieltermine bis 22. April 2017
Dauer: 2:40 Stunden, eine Pause
Altersempfehlung: ab 15 Jahren
Theaterpädagogik: Unterrichtsmaterial, Workshops


„Es hat keinen Sinn sich Glück zu verbieten, weil irgendein anderer unglücklich ist.“

„Ungeduld des Herzens“ ist der einzige Roman Stefan Zweigs, der zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurde. Die Geschichte wurde insgesamt drei Mal verfilmt. 1946 in Hollywood mit Lilli Palmer, 1979 mit Mathieu Carrière. Zuletzt widmete sich 2015 Regisseur Bille August dem Stoff. Die Theaterfassung des Schriftstellers, Theaterautors und Regisseurs Thomas Jonigk ist ein mitfühlendes Kammerspiel, das zugleich die historische wie auch die psychologische Seite des Romans beleuchtet.

Sujetfoto: Chris Rogl


 

UNGEDULD DES HERZENS

1914, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Der junge Leutnant Hofmiller ist zum ersten Mal Gast bei Herrn von Kekesfalva, dem wohlhabendsten Mann in der ganzen Umgebung. Als Hofmiller die Tochter des Hauses zum Tanz auffordert, begeht er einen schrecklichen Fauxpas, denn Edith ist gelähmt. Der junge Leutnant ist beschämt, zugleich treibt ihn die Angst vor Spott und Ausschluss aus der guten Gesellschaft. Voll schlechtem Gewissen kehrt er am nächsten Tag zurück mit einem Strauß Rosen – von nun an kommt er jeden Tag zu Kekesfalvas. Schnell werden seine Besuche von Edith missverstanden. Das junge Mädchen wird tagein tagaus mit neuen Therapien gequält, ständig ist sie umgeben von Beschönigung und Mitleid.

Hofmillers Avancen verändern ihr Leben. Ihre Schwärmerei wird Liebe, Wahn – zum Einzigen, woran sich die Lahme klammern kann. Sie lässt ihn nicht mehr los, kontrolliert ihn und macht ihm Vorwürfe, wenn er auch nur einen einzigen Tag nicht bei ihr erscheint. Und Hofmiller? Was empfindet er wirklich für Edith? Warum besucht er immer wieder das traurige, reiche Mädchen? Aus Mitleid? Aus Feigheit? Aus Liebe? Argwöhnisch betrachtet Frau Engelmayer, Ediths seltsame Gesellschafterin, die Entwicklung. Unbarmherzig kommentiert sie von ihrem Klavier aus den Fortgang der Ereignisse und sieht dabei nicht nur den Ersten Weltkrieg voraus, sondern auch die persönliche Tragödie, die sich anbahnt.

Die Autoren

Stefan Zweig
ist einer der bekanntesten österreichischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1881 in Wien geboren und stammte aus einer großbürgerlich-jüdischen Familie. Bereits während des Ersten Weltkriegs kaufte sich Zweig das Paschinger Schlößl am Kapuziner Berg, wo er nach dem Krieg mit seiner Frau Friderike lebte. Mit zunehmender Machtergreifung der Nazis emigrierte Zweig nach London. Über die Stationen New York, Argentinien und Paraguay ließ er sich schließlich in Brasilien nieder, wo er sich unter Depression leidend, gemeinsam mit seiner zweiten Frau Lotte das Leben nahm.

Thomas Jonigk
wurde 1966 in Eckernförde geboren. Jonigk arbeitet als Regisseur an der Volksbühne Berlin, dem  Schauspielhaus Wien und dem Schauspielhaus Zürich. Er war Hausautor und Dramaturg am  Schauspielhaus Düsseldorf und am Schauspielhaus Zürich. Seine Theaterstücke wurden vielfach übersetzt und werden nicht nur in ganz Europa erfolgreich aufgeführt, sondern u.a. auch in Russland, Indien und den USA. Neben Theaterstücken schreibt Jonigk auch Romane und Drehbücher.

 

Die Besetzung

Anton Hofmiller, Leutnant Matthias Hinz
Herr Lajos von Kekesflava Olaf Salzer
Edith von Kekesfalva, seine Tochter Kristina Kahlert
Ilona, seine Nichte Alexandra Sagurna
Doktor Condor Theo Helm
Frau Engelmayer Christiane Warnecke

Regie Rudolf Frey
Bühne Vincent Mesnaritsch
Kostüm Elke Gattinger
Musik Fabio Buccafusco
Licht Marcel Busa
Dramaturgie Theresa Taudes
Regieassistenz Sascha Alexander Todtner
Maske Andrea Linse

Termine


UNGEDULD DES HERZENS




Mi. 22.03.
19:30
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Do. 23.03.
19:30
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Sa. 25.03.
19:00
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Mo. 27.03.
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Di. 28.03.
19:30
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Do. 30.03.
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Fr. 31.03.
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Sa. 01.04.
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Fr. 07.04.
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Sa. 08.04.
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So. 09.04.
16:00
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Di. 11.04.
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Mi. 12.04.
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Do. 13.04.
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Do. 20.04.
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Fr. 21.04.
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Sa. 22.04.
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