Schauspielhaus Salzburg
HEDDA GABLER
 

HEDDA GABLER

Henrik Ibsen

 

Regie: Charlotte Koppenhöfer
Premiere: Do. 24. November 2016, Studio
Spieltermine bis 8. Januar 2017
Dauer: 1:30 Stunden, keine Pause
Altersempfehlung: ab 15 Jahren
Theaterpädagogik: Unterrichtsmaterial, Workshops


„Ich will ein einziges Mal in meinem Leben die Herrschaft haben über ein Menschenschicksal.“

Sujetfoto: Chris Rogl


HEDDA GABLER

Hedda, verwöhnte, mittellose Tochter des Generals Gabler, langweilt sich. Ihre Ehe – geschlossen aus reiner Berechnung, um ihre gesellschaftliche Stellung zu sichern – füllt sie nicht aus, der Gatte Tesman bedeutet ihr nichts. Die Hochzeitsreise hat der ehrgeizige Kultur-wissenschaftler damit verbracht, an seinem ersten Buch zu arbeiten, das ihm eine Professorenstelle an der Universität einbringen soll. Aber Hedda sehnt sich nach Aufregung und Leidenschaft. Als ihr ehemaliger Liebhaber Ejlert Løvborg wieder in die Stadt kommt, spitzt sich die Situation zu. Denn er ist für Tesmann nicht nur ein Konkurrent in der Liebe, nein auch und vor allem im Beruf. Løvborg hat die vergangenen Jahre auf dem Land als Hauslehrer bei Familie Elvsted zugebracht. Dort hat er nicht nur seine Alkoholsucht überwunden, er hat auch noch mit tatkräftiger Hilfe von Thea Elvsted ein viel beachtetes Buch geschrieben und wird nun ebenfalls als Kandidat für die Professur gehandelt.

Hedda glüht vor Eifersucht. Doch schon bald findet sie Gefallen daran, selbst die Fäden in der Hand zu halten. Sie inszeniert ein tödliches Spiel und treibt Løvborg zurück in die Sucht. So verspielt er sein Ansehen, seine Karriere, seine Existenz. Hedda bestärkt ihn in seiner Verzweiflung, bis ihm nur noch der Selbstmord als Ausweg bleibt. Hedda wird zur Puppenspielerin über ihre Umgebung. Zu spät bemerkt sie, wie ihr die Fäden entgleiten …

Henrik Ibsen
wurde 1828 in Skien geboren und entstammte einer der vornehmsten und ältesten norwegischen Familien. Ibsen gehört zu den meistgespielten Theaterautoren, er hat dem Naturalismus in Deutschland und Skandinavien den Weg bereitet und gilt als der bedeutendste norwegische Dramatiker. Seine Gesellschaftsdramen riefen oft Skandale hervor. Ein ständig wiederkehrendes Thema sind Fassaden, die von Individuen oder der Öffentlichkeit aufrechterhalten werden, und die Abgründe, die sich dahinter auftun.

 

Regisseurin:

Charlotte Koppenhöfer wurde in Stuttgart geboren und lebt heute in Wien. Sie arbeitete als Regieassistentin am Staatstheater Stuttgart, hier assistiere sie u.a bei Elmar Goerden, Martin Kusej und Stephan Kimmig. Einige ihrer Regiearbeiten wurden dotiert mit dem baden-württembergischen Theaterpreis („Kindertragödie“ von K. Schönherr) und zuletzt mit dem Publikumspreis der Bayerischen Theatertage („The King´s Speech“ von D. Seidler). Weitere Arbeiten am Staatstheater Stuttgart (DEA „Die dunklen Hirsche“ von I. Abele, DEA „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ von L. Bärfuss), am Staatstheater Braunschweig ("Die schmutzigen Hände“ von J.P. Sartre), in Göttingen, Köln, Heilbronn, Celle, Baden-Baden, Regensburg (u.a. „Ein Volksfeind“ von H. Ibsen und „Caligula“ von A. Camus). Außerdem war sie als Regieassistentin bei verschiedenen Filmproduktionen (u.a. beim „Tatort" Köln), als Konzepterin für diverse Event-Agenturen und Szenographie-Bureaus tätig und schloss ihr Studium der Psychologie mit Diplom ab. In der Saison 2015/2016 nahm sie ein Theater-Sabbatical-Jahr und arbeitete  bei einer Wiener NGO in der Flüchtlingshilfe. Neben ihrer Regietätigkeit ist sie weiterhin als Workshopleiterin für Menschenrechtsvermittlung an Schulen im Auftrag von Amnesty International tätig.

Die Besetzung

Jørgen Tesman Magnus Pflüger
Hedda Gabler, seine Frau Alexandra Sagurna
Fräulein Juliane Tesman, seine Tante Ute Hamm                          
Frau Thea Elvstedt Christiane Warnecke
Assessor Brack Olaf Salzer
Ejlert Løvborg Matthias Hinz

Regie Charlotte Koppenhöfer
Ausstattung Julie Weideli
Licht Marcel Busa
Dramaturgie Christoph Batscheider
Regieassistenz Michael Winiecki
Maske Andrea Linse