Schauspielhaus Salzburg
DER PROZESS
 

DER PROZESS

nach dem Roman von Franz Kafka

verschoben in die Spielzeit 21|22

Regie und Fassung: Ben Pascal
Ausstattung: Agnes Hamvas
Video-Projektion: Remo Rauscher
Premiere: Mi. 2. Dezember 2020, Studio

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Illustration: Jonas Geise

DER PROZESS

Am Morgen seines 30. Geburtstags wird Josef K. in seiner Wohnung verhaftet. Er ist sich keiner Schuld bewusst, ja nicht einmal seine Ankläger können ihm die Art seines vermeintlichen Verbrechens konkret nennen. Wohl oder übel stellt sich K. dem Prozess, dessen Ausgang ungewiss scheint. Mit der ersten Verhandlung seines Falles beginnt für Josef K. eine Odyssee durch die Irrwege der Justiz. In seiner Hilflosigkeit gegen die anonyme Übermacht des unsichtbaren Gerichts sucht K. Hilfe, wird jedoch überall abgewiesen, enttäuscht, zurückgestoßen.

Kafkas Protagonist kann dem Urteil, das im Grunde bereits am Tag seiner Verhaftung feststeht, nicht entrinnen, jede seiner Entscheidungen ist nichts weiter als die Illusion seines freien Willens. Josef K. kämpft gegen Windmühlen, schlussendlich war jeder seiner Schritte vergebens. Kafkas Parabel über die Machtlosigkeit des Einzelnen spiegelt nicht allein die Undurchschaubarkeit der Entscheidungen eines gesichtslosen Systems wider, sie zeigt auch, dass der Wahnsinn oft nur eine Frage der Bürokratie ist.

FRANZ KAFKA

Franz Kafka wurde 1883 in Prag geboren. Zu Lebzeiten als Schriftsteller eher erfolglos, wurden seine Werke nach der posthumen Veröffentlichung durch seinen Verleger Max Brod zum Teil des internationalen Literaturkanons. Der Begriff „kafkaesk“ ist heute fest im Sprachgebrauch verankert und bezeichnet eine Schilderung, die auf rätselhafte Weise bedrohlich wirkt.

Die Besetzung

Josef K. Lukas Koller
Willem, Frau des Gerichtsdieners, Leni Sophia Fischbacher
Franz, Gerichtsdiener, Block, Titorelli Marko Vlatkovic
Feli, Bertold, Onkel Lena Steinhuber
Aufseher, Untersuchungsrichter, Prügler, Angeklagter, Huld, Kaplan Pit-Jan Lößer

Regie und Fassung Ben Pascal
Ausstattung Agnes Hamvas
Video-Projektion Remo Rauscher
Musik Paul Hochrainer
Licht Marcel Busá
Dramaturgie Theresa Taudes
Maske Marliesa Hagn