Schauspielhaus Salzburg
WUT
 

WUT

Elfriede Jelinek

 

Regie: Anne Simon
Premiere: Sa. 21. Januar 2017, Studio
Dauer: 1:40 Stunden, keine Pause
Spieltermine bis 23. Februar 2017


„Jeder Mensch besiegt jeden Gott, der nicht seiner ist.“

Sujetfoto: Chris Rogl


WUT

„Ihr tötet uns, wir töten euch.“ Im Januar 2015 stürmen schwarz vermummte Gestalten die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ und eröffnen das Feuer. „Wir töten euch, weil ihr die seid, die bestimmen, was überall auf der Erde geschieht!“ Am selben Tag sterben vier Menschen in einem koscheren Supermarkt. „Aber hier bestimmt ihr nicht, hier bestimmt ihr bestimmt nicht!“

Fassungslos stehen wir vor Terror und Gewalt. Was geht vor in den Köpfen dieser selbsternannten Gotteskrieger, die ihrer Wut mit Bomben und Kalaschnikows tödlichen Ausdruck verleihen? Woher kommt dieser Hass, diese Verblendung? Und welcher Gott lässt so etwas zu? In ihrem neuesten Text erforscht die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek diesen ungeheuerlichen schwarzen Abgrund. Wirft Stein um Stein in die Tiefe des Verdrängten und Unbewussten – und evoziert ein vielstimmiges Echo.

Vom antiken Mythos bis zur aktuellen Tagespolitik, vom rasenden Herakles bis zum modernen Selbstmordattentäter reicht der Bogen ihrer
Erzählung. Und ständig wechselt sie dabei die Perspektive. Wut ist nicht allein das Privileg der Täter. Sind nicht auch wir wütend? Wütend auf eine Politik, die versagt? Wütend über unsere Ohnmacht angesichts der Ungeheuerlichkeit? Wütend auf uns selbst, die wir mit unserem Konsum die Welt zugrunde richten? Und wütend auf die, die mit unserer Wut Geschäfte machen. Die Wut schüren, um zu manipulieren. Denen unsere Wut Macht verleiht? Und wo soll sie hin, diese Wut? Ist ihr einzig denkbares Ziel Mord und Zerstörung?

ELFRIEDE JELINEK

„Die Geistesgegenwärtige“ titelte das Magazin Profil, als Elfriede Jelinek 2004 den Literaturnobelpreis erhielt. Österreichs sprachmächtigste und über Strecken auch unbequemste Schriftstellerin schreibt seit vielen Jahren gegen Missstände im öffentlichen, politischen, aber auch im privaten Leben. Früher oft als Provokateurin und „Nestbeschmutzerin“ verkannt, hat sich ihre höchst sensible Sprachkunst längst auch international durchgesetzt. Ausgezeichnet wurde sie, so die Jurybegründung, für „den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen“.

Die Besetzung

Mit: Ulrike Arp, Ute Hamm, Matthias Hinz, Magnus Pflüger, Alexandra Sagurna, Olaf Salzer, Christiane Warnecke
und Corinna Bauer, Tim Erkert, Sophia Fischbacher, Jakob Kücher, Raphael Steiner  

Regie Anne Simon
Ausstattung Agnes Hamvas
Licht Florian Hass
Dramaturgie Theresa Taudes
Regieassistenz Michael Winiecki
Maske Andrea Linse

Termine


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