Schauspielhaus Salzburg
EMILIA GALOTTI
 

EMILIA GALOTTI

Gotthold Ephraim Lessing


Regie: Irmgard Lübke
Aussstattung: Andrea Kuprian
Premiere: Do. 18. Januar 2018, Studio
Spieltermine bis 13. März 2018
Dauer: die Stückdauer erfahren Sie hier ab der Premiere


„Wer über gewisse Dinge seinen Verstand nicht verlieret, der hat keinen zu verlieren.“

Sujetfoto: Chris Rogl


EMILIA GALOTTI

„Weg ist meine Ruhe und alles!“ – Hettore Gonzaga, der Prinz von Guastalla, verzehrt sich in Leidenschaft nach der jungen Emilia Galotti. Seit er die schöne, sittsame junge Frau zum ersten Mal sah, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf. Die ihm versprochene Prinzessin – interessiert ihn nicht mehr. Seine Geliebte, die Gräfin Orsina, – reizt ihn nicht mehr. Emilia muss es sein. Emilia Galotti.

Doch Emilia, die dem jungen Grafen Appiani versprochen ist, wehrt alles Liebeswerben ab und flüchtet nach Hause zur Mutter. Der Prinz ist außer sich: Wenn Fürsten lieben, gibt es kein Nein. Da nimmt der intrigante Kammerherr Marinelli die Zügel in die Hand. Er arrangiert einen Überfall auf die Kutsche des Grafen Appiani, der dem Anschlag zum Opfer fällt. Emilia und ihre Mutter werden gerettet und ins vermeintlich sichere Schloss des Prinzen gebracht. Doch Emilia durchschaut den dreisten Betrug. Statt im Prinzen den edlen Retter zu sehen, weigert sie sich bis zum Äußersten standhaft gegen sein immer drängenderes Werben …

Obwohl Lessing sein Theaterstück ohne politische Intentionen schrieb, hat er doch einen brisanten Stoff geschaffen. Denn in „Emilia Galotti“ setzt er dem willkürlichen Herrschaftsstil der Monarchen den Moralbegriff des aufgeklärten Bürgertums entgegen.

GOTTHOLD EPHRAIM LESSING

Gotthold Ephraim Lessing wurde 1729 in Kamenz/Oberlausitz geboren. Lessing studierte auf Wunsch seinen Vaters Theologie und wechselte dann zum Studium der Medizin. Schon während des Studiums arbeitete er für verschiedene Zeitungen. Am Hamburger Nationaltheater, wo „Minna von Barnhelm“ aufgeführt wurde, war er als Dramaturg tätig. 1770 arbeitete er als Bibliothekar in Wolfenbüttel, 1779 starb er an Brustwassersucht in Braunschweig. Lessing gilt als einer der bedeutendsten Dichter der deutschen Aufklärung. Neben „Emilia Galotti” zählen „Minna von Barnhelm”, „Nathan der Weise” und „Miß Sara Sampson” zu seinen bekanntesten Werken.

Die Besetzung

Emilia Galotti Kristina Kahlert
Odoardo Galotti Harald Fröhlich
Claudia Galotti Susanne Wende
Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla Simon Jaritz
Marinelli, Kammerherr des Prinzen Bülent Özdil
Graf Appiani Frederic Soltow
Gräfin Orsina Christiane Warnecke



Regie Irmgard Lübke
Ausstattung Andrea Kuprian
Licht Marcel Busa
Dramaturgie Theresa Taudes
Regieassistenz Julia Prosch